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Triebfahrzeuge 700er

Zu Beginn der 700er Serie hatten die Dampflokomotiven den für die Änderung der Fahrtrichtung von Hand im Stillstand zu betätigenden Umschalter H 498 im Führerhaus. Bei den E-Loks befand sich dieser Umschalter auf der hinteren unbeleuchteten Lokseite, beim Triebwagen TWE 700 aus dem Dach herausragend. Dieser H 498 konnte gegen einen käuflich zu erwerbenden Fernumschalter U 700 (ab 1936: U 498) ausgetauscht werden. Mittels Schaltapparat 494 (Wechselstrom) oder 496 (Gleichstrom) konnte das Triebfahrzeug nun auf jedem beliebigen Punkt der Anlage automatisch die Fahrtrichtung wechseln. Die Lokomotiven und Triebwagen haben abschraubbare, aus Messing gedrehte, vernickelte Kohlenbürstendeckel, die aus der linken Fahrzeugseite herausragen.

Alle Fahrzeuge der 700er Serie sind mit dicken, aus Aluminium gedrehten, naturfarbig belassenen Puffern versehen. Frühe Versionen haben aus Messing gedrehte, vernickelte Puffer. Allgemein sind die Puffer bei den Loks eingeschraubt. Als Kupplung kommen die Klauenkupplungen Typ 1.1, 1.2, 2.1, 2.2 und 2.3 vor. Die Radsätze entsprechen durchweg Typ 1 und Typ 2 je nach Bauzeit. Als Kontaktschleifschuh zur Stromaufnahme (nur über Mittelleiter) ist durchweg Typ 1 vertreten. Die Beleuchtung der Fahrzeuge erfolgt durch eine im Gehäuse montierte Glühlampe. Sie leuchtet über Glasperlen (im Gehäuse in den Lampenöffnungen eingelassen) nach außen.

Die Lokomotiven sind meist handlackiert, teilweise sind sie mit einem transparenten Firnislack ver- sehen. Die Triebwagen TWE 700 sowie die Elektrolokomotive RS 700 sind aus lithografiertem Blech hergestellt. Modelle der englischen Bahngesellschaften LMS und LNER werden auch – von stümperhaft bis zu meisterlich – gefälscht. Ebenso ist Vorsicht bei der USA-Ausführung der R 700 und HR 700 geboten. Vor einem Kauf empfiehlt es sich, mindestens zwei anerkannte Experten zu befragen (eventuell Zertifikat erstellen lassen).

Die legendäre E 700 – ein Handmuster, das nie verkauft wurde – ist eine vor allem beim Tender großzügige Verkleinerung der E 66 12920 aus dem Programm der Spurweite 0. Diese Maschine und so manches andere seltene Stück kann im Märklin-Werksmuseum besichtigt werden.