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Kataloge

Die ersten Märklin 00-Kataloge sind eigentlich nur Prospekte mit wenigen Seiten im Format DlN A5. Die Deckblätter haben die dieselbe Papierqualität wie die lnnenseiten. Bis 1940 waren alle Abbildungen (colorierte Zeichnungen) farbig gedruckt. Die Seiten stellen in ihrer Ganzfärbung einen interessanten Hintergrund für die dargestellten Artikel und die Schrift dar. Diese ersten Kataloge sind nur Auszüge aus den derzeitigen großen Hauptkatalogen im DlN A4 Querformat. ln diesen war das gesamte Märklin-Spielzeug-Angebot abgebildet, vom Puppenherd über die Spiritusdampflok bis zu den bunten Kreiselspielen. Diese Kataloge näher zu beschreiben würde den Rahmen dieser Abhandlung sprengen.

Diese sogenannten Kundenkataloge gehen zurück bis zum Jahr 1924. Vorher gab es seit 1906 sogenannte Händler­kataloge, in denen der Händler dem Kaufpublikum zeigen konnte, was alles zu bestellen möglich war. Bis 1905 sind handcolorierte Reisenden-Kataloge bekannt, aus denen der den „Spieltand vertreibende“ ortsansässige Händler (der dies meist neben den „lebenswichtigeren“ Kurzwaren, Seiler oder Korbwaren notgedrungen als weitere Erwerbsquelle ansah) bei den „über Land Fahrenden“ und Aufträge einholenden Fabrikverkaufsbeauftragten („Reisende“) nach eigenen Gutdünken auswählen und bestellen konnte. Das, was dann vor Weihnachten geliefert wurde, gab es für die Kinder vom“Christkind“. Zur Katalogausgabe 1940 ist wissenswert, dass diese, durch die Kriegshandlungen bestimmt, für unbestimmte Zeit Gültigkeit hatte.

Nach langer Pause wurde 1947 ein neuer Händlerkatalog aufgelegt (nur mit schwarzweiss Abbildungen), dessen lnhalt einen sehr schwachen Abglanz des Gesamtkataloges von D 16 von 1939 darstellte. lm 00-Programm tauchten allerdings erstmals Artikel wie das CCS 800 oder andere Epoche machende Stücke auf. Zum 1947er Katalog gab es zwei Supplemente im Juli 1948 und März 1949. Alle bis hier genannten Händlerexponate sind sehr selten und erzielen heute sogar als Fragmente Spitzenpreise. Der 1949er Katalog, heute ebenfalls sehr selten, war dann nach gut neun Jahren wieder der erste Käuferkatalog, wie immer mit Gutschein, der beim Kauf von Märklin-Artikeln den vollen Kaufpreis des Kataloges zurückerstattete.

Folgende Aufstellung zeigt nur die wichtigsten Jahreskataloge in deutscher Ausgabe. Außerdem wurden von Märklin schon immer Kataloge und Katalogblätter für den Export herausgebracht, so z. B. bis 1988/89 einzelne 2 bis 20 Seiten starke Sortimentskataloge für das europäische Ausland. Zusätzlich erscheinen seit 1949 die Jahreskataloge für die wichtigsten Exportländer komplett in deren Landessprache. Diese Ausgaben erreichen in der Regel einen Preis von etwa 60 – 80% des gleichen Exponates der deutschen Version, obwohl wesentliche geringere Stückzahlen aufgelegt werden.

Weiter gibt es noch unzählige interessante Verkaufshilfen, z. B. Der „Umzeichnungskatalog“ von 1956 oder Laden­theken­katalog (sog. „Händlerkataloge“), die ab 1959 bis 1978 Kunststoffkaschiert waren, ab 1979 im Ringbuch in Kunststoffhüllen und ab 1985 in speziellem weißem Kunststoffeinband mit Spiralheftung erscheinen. Übrigens auch Faltblätter, Werbehilfen und sonstige Beiwerke sind interessant und reizvoll, da diese oft sehr selten sind und spannende lnformationen bieten.

ln dieser mikado-Ausgabe sind nicht alle Märklin-Kataloge aufgeführt, da neuere Ausgaben für den Sammler nicht interessant sind.

a) der Großbuchstabe „D“ deutet auf eine deutsche Ausgabe hin. Es gibt auch Katalogausgaben für Belgien, Dänemark, Großbritannien und USA, Finnland, Frankreich, ltalien, Niederlande, Schweden, Spanien und 1977 einen ganzen Hauptkatalog in japanischer Schrift (selten !)

b) die Zahl beim D ist die jeweilige Jahreszahl = Geltungsdauer des Kataloges, eine Zahl vor der Jahreszahl war bei den Hauptkatalogen vor 1940 die Anzahl der Kataloge seit 1924, also D 15 1938/39 = der 15. Kundenkatalog überhaupt, Dieser war gültig von Mitte 1938 bis 1939 zum Erscheinungsdatum des nächsten Hauptkataloges, Text in Deutsch.

c) ab 1957 steht vor der Schlüsselnummer die Bestellnummer.

d) ansonsten gibt es noch reines „Fachchinesisch“ zum Beispiel „YRK 08 91 fi“. Das ist die Schlüsselnummer des Druckwerkes und bedeutet: YRK = Katalogauflage (verschlüsselt) = 08 91 Druckmonat und Jahr = fi. Druckhaus Fink, Ostfildern (siehe auch Druckcodes)

Eine Übersicht der Kataloge finden Sie hier.