Loukota

 

In der Größe 00/H0 sind zwei Hersteller aus der Tschechoslowakei, Karl Gewis, Jablonec nad Nisou und A. Loukota, Prag bekannt. Beide begannen nach dem II. Weltkrieg mit der Produktion von Modellbahnen als Zusatzsortiment. Gewis nutzte das Trix-System, Loukota setzte auf die Märklin Technologie.

Antonin Loukota fertigte im Wesentlichen exakte Kopien der Vorkriegs-Märklin inklusive Technik, lieferte eine DRG-Schnellzug-Elektrolokomotive E18 und Schnellzugwagen mit der Aufschrift “Bae ÄŒSD”, Gleise auf Metallsockel und eine funktionsfähige Oberleitung. Die Stromversorgung erfolgt nach dem Märklin-System, also dreigleisig mit einem Wechselstrom von circa 20 V.

Berichten zufolge wurde die Lokomotive nur als Bausatz geliefert – dies kann jedoch bezweifelt werden. Nach der Verstaatlichung Mitte der 1950er Jahre wurde die Produktion nach Elektropodnik Praha verlagert, wo sie schließlich eingestellt wurde. ein Versuch, trotz der Bemühungen der Konstrukteure des Elektropodnik-Teams, eine heimische Eisenbahn der Baugröße H0 herzustellen scheiterte schnell.

Loukota E18 (Bilder mit freundlicher Erlaubnis von S. Nann)

Variante

Bauzeit

Beschreibung

.1 1947 – 1956 Elektrolokomotive E18 – ähnlich Märklin HS 800. Vorsicht: Gehäuse eigentlich immer mit Gußpest! Sehr seltene Maschine. Aufschriften auf dem Gehäuse “LOUKOTA” und “804”. Artikelnummer laut Katalog 804-1.

 

802-1, Variante 1, 1947 – 1956

802-1, Variante 1, 2, 3, 1947 – 1956

Schriftzug „A. LOUKOTA” auf den Drehgestellen

Länge 220 mm

Schnellzugwagen der Firma Loukota (damalige Tschechoslowakei). Nachbau des Modells 351 von Märklin, Artikelnummer laut Katalog 802-1. Aufschriften: “ÄŒSD”, “Bae 2011” auf ebener Fläche, “PRAHA”, “BRATlSLAVA”, “2” auf erhabenen Schildern, Aufbau grün, Dach silberfarbig keine Dachlüfter, Rahmen schwarz, Trittstufen an den Türen, Puffer silberfarbig, Drehgestelle aus Guss, vernietet im Wagenboden, Radsatz silberfarbig mit Stummelachsen, Schriftzug „A. LOUKOTA” auf den Drehgestellen beidseitig. Bügelkupplungen ähnlich Märklin Typ 4.

 

Variante

Bauzeit

Beschreibung

.1 1947 – 1956 an den Stirnseiten und Faltenbälge der Übergänge schwarz
.2 1947 – 1956 wie .1, an den Stirnseiten und Faltenbälge der Übergänge silberfarbig (unlackiert)
.3 1947 – 1956 wie .1, an den Stirnseiten schwarz und Faltenbälge der Übergänge und Trittbretter silberfarbig (unlackiert)

loukota-1 loukota-2

Dieser Wagen ist selten zu finden, somit etwas für „Außenseitersammler". Preise bis 700,- Euro sind auf Auktionen bezahlt worden. Es gab auch eine passende Lokomotive im Stil der HS 800 dazu, also eine Lokomotive der Baureihe E 18, welche ebenfalls von A. Loukota (siehe Drehgestell des Wagens!) aus Prag hergestellt wurde. 

lm Buch „Vlaky dÄ›tskß½ch snů" (Kindheitsträume Züge) von Ludvß­k Losos finden sich einige wenige Ausführungen zu der Firma A. Loukota.

 

Loukota Gleise:

Nummer 801-1 gerades Gleis 1/1 Länge (entspricht 3600 D)

 

Nummer 801-3 gerades Anschlussgleis

 

Nummer 801-2 gebogenes Gleise (entspricht 3600 A)

 

Oberleitung

 

Nummer 809-1 Mast (entspricht 407)

 

Nummer 809-2 Anschlußmast

 

Nummer 809-3 gerader Oberleitungsdraht KUPFER nicht vernickelt, normale Länge

 

Nummer 809-4 gebogener Oberleitungsdraht kUPFER nicht vernickelt, normale Länge

 

es existieren auch Oberleitungsdrähte mit doppelter Länge.

 

Starterset Nummer E 367

 

1 Lokomotive, 3 Wagen, 24 Gleise, 25 Oberleitungsmaste und Oberleitungsdrähte