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Liliput

Im Jahre 1953 wurde ein erneuter Versuch gewagt, den Markt der Modellautos im Maßstab 1:87, der seit 1948 fest in der Hand der Firma Wiking (Berlin) war, zu beleben. lm Katalog wurde ein Sortiment von 8 Fahrzeugen unter dem Titel „Liliputautos aus Thermoplastik, passend zur Spur H0″ aufgeführt. Diese waren ebenfalls zur Ausschmückung der Modellbahnen gedacht und in durchgefärbtem Kunststoff hergestellt. Weitere Farben sind schabloniert lackiert. Lieferungen von 1953 weisen teilweise eine Lackierung der Fenster auf. Der Fahrzeugaufbau hat keinen Boden (Chassis). Die Räder sind aus schwarzem bis dunkelgrauem Kunststoff und werden wie bei frühen Wiking-Modellen durch vernickelte, außen breit gequetschte, dünne Drahtachsen gehalten.

Die Drahtachsen sind wie bei den Wiking-Drahtachsern im Aufbau „eingeschweißt“. Die Innenseite des Daches ist 1953 ohne Märklin-Inschrift und 1954 mit Märklin Germany gemarkt. Die Fertigung für den Einzelverkauf wurde 1955 wieder aufgegeben. Die Konkurrenz aus Berlin war sowohl im Preisvergleich als auch in der Vielfalt und Modellierung der Automobile zu stark. Die Benennung der Autos entspricht den im entsprechenden Märklin-Katalog geführten Bezeichnungen. Nach neuesten Berichten gibt es auch blaue, gelbe und schwarze Modelle, die allerdings extrem selten sind. Diese Kunststofffarben entsprechen den Farben bei den Autos der 8000er Serie (zum Beispiel Buick, Adenauer 300, Lanz-Schlepper).

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